Bericht der Ortschaftsratssitzung vom
23.07.2026
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| TOP 1. Begrüßung: |
| Ortsvorsteher Michael Mandel begrüßte die Mitglieder des
Ortschaftsrats und drei Interessierte Zuhörer. Bürgermeister Timo Frey
konnte an der Sitzung wegen einer Terminüberschneidung nicht teilnehmen. |
| TOP 2. Bürgerfragen: |
| Zu diesem TOP gab es keine Wortmeldungen. TOP 3. Bericht aus dem Gemeinderat: GM. Thomas Baumgart berichtete über die Tagesordnungspunkte in den vergangenen Sitzungen. Bau und Umweltausschuss: Das Gebäude 2 (ehemalige Hauptschule) der Otto-Klenert-Realschule ist stark renovierungsbedürftig. Ursprünglich war ein Neubau vorgesehen, dieses Vorhaben wird nun aus Kostengründen nicht weiterverfolgt. Es wird das Ziel verfolgt das Gebäude mit vertretbaren Mitteln auf den aktuellen Baustandard zu bringen. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume. Die aktuelle Kostenprognose liegt in Summe bei ca. 875.000 Euro. Um den laufenden Schulbetrieb nicht zu stören, werden die Sanierungsarbeiten in den Sommerferien 2027 durchgeführt. Die Brandschutzsanierung wurde in den in der Sommerferien 2026 durchgeführt. Wirtschaftsplan der Stadtentwässerung: Der Wirtschaftsplan zur Stadtentwässerung wurde vom Gemeinderat einstimmig genehmigt. Bürgerfragestunde im Gemeinderat: Der Statue der „Denker“ wurde der Kopf abgeschlagen. Der Erschaffer dieser Statue wollte deshalb wissen, wie mit dem Denkmal weiter umgegangen wird und wer die Kosten für die Reparatur der Statue übernimmt. Es wurde darauf verwiesen, dass die Skulptur im Bauhof eingelagert ist. Sadtbaumeister Loose kommt auf Herrn Eckert zu. Bericht der Polizeipostenleiterin Bad Friedrichshall mit der jährlichen Kriminastaltistik: 2025 fielen 2,78% der Straftaten von Bad Friedrichshall auf Untergriesheim. Bericht des Jugendreferats: In der Gemeinderatsitzung wurde sehr ausführlich über die Jugendarbeit in Bad Friedrichshall berichtet. Wirtschaftsplan der Stadtwerke und Stadtentwässerung: Die Stadtwerke Bad Friedrichshall werden in den nächsten Jahren ca. 9,5 Mio. Euro in die Eigenwasserversorgung investieren. Die vorhandenen Quellen im Stadtgebiet sind an Ihre Leistungsgrenzen gestoßen und die Quote zur Abnahme von Bodenseewasser wird ebenfalls vollständig ausgeschöpft. Erhalt und Ausbau der Eigenwassernutzung aus Schwarzbunnen, Fundelbrunnen und Fernlesquelle – Stärkung der Eigenwasserversorgung: 1. Reaktivierung und Integration des Fundelbrunnen in das Versorgungssystem Wasserwerk und Schwarzbrunnen. 2. Neubau eines Wasserwerks beim Schwarzbrunnen. 3. Instandsetzung der Gebäudesubstanz des Schwarzbrunnens. Ersatzneubau Lindenberghalle: Vom Gemeinderat wurde die Vergabe des Sportbodens und der Prallwände beschlossen. Kommunale Wärmeplanung: Die Verwaltung wurde beauftragt, die „Kommunale Wärmeplanung“ ins Klimaschutzkonzept zu integrieren und die Fördermöglichkeiten zur Umsetzung der Maßnahmen zu prüfen. Sole Freibad: Das Solefreibad der Stadt wird zwar von vielen Menschen aus Nah und Fern gerne besucht, dennoch können die Betriebskosten und Unterhalt nicht selbst erwirtschaftet werden und es bleibt ein Verlust von etwa 1 Million Euro / Jahr. Das Bad Friedrichshaller Solefreibad wurde vom Reiseunternehmen Tui bei einem Bundesweiten Freibadvergleich als attraktivstes Freibad im Landkreis Heilbronn ausgezeichnet. Außerdem kann es in Baden – Württemberg auf Platz 12 und Bundesweit auf Platz 65. Kindergartengebühren: Die Kindergartengebühren werden an die weiter gestiegenen Kosten angepasst. Die Betriebskosten der Kindergärten aller Träger belaufen sich im Jahr 2026 auf etwa 14,5 Mio. Euro pro Jahr. Nach Abzug der Elternbeiträge und der Zuschüsse vom Land Baden-Württemberg hat die Stadt immer noch einen Abmangel von knapp 10 Mio. Euro. Aufgrund der Abmangel - Entwicklung in den vergangenen Jahren und des niedrigen Deckungsgrades der laufenden Betriebskosten durch die erhobenen Elternbeiträge, werden die Gebühren um je 4,5% erhöht – nach Empfehlung der kommunalen Spitzenverbände. Eilentscheidung Bürgermeister: Bei der Planung des Radweges beim Schwarz-Digits-Campus wurden zwei Stützwände zum Anschluss der Geh- und Radwegbrücke in der Planung vergessen. Diese sind aber zwingend notwendig um die Bauarbeiten fortsetzen zu können. In einer Eilentscheidung durch BM Timo Frey wurden die Arbeiten ausgeschrieben, so dass die Arbeiten fortgesetzt und zeitnah beendet werden. Mit einem Angebotspreis von brutto etwa 320.000 Euro wurde der Auftrag an das Bauunternehmen Leonhard Weiss GmbH vergeben. Genehmigung der Eingegangen Spenden: Im vergangenen Monat sind acht Spenden in Höhe von etwa 6.500 € eingegangen. Kindergartenbedarfsplan: Das Konzept des Naturkindergartens in Untergriesheim wird sehr gut angenommen. Für die Zukunft ist daher eine Erweiterung des Kindergartens denkbar, entweder um eine Kleingruppe mit zehn Kindern oder um eine zusätzliche Gruppe mit bis zu 20 Kindern. Die Vorgaben des KVJS zur möglichen Erweiterung des Naturkindergartens können von Seiten der Verwaltung überprüft werden. Das Essensgeld für Schulen und Kindergärten wird an die deutlich gestiegenen Kosten angepasst TOP 4. Sachstand laufende Maßnahmen: Prüfauftrag zur Bewässerung des Sportplatzes: Der Ortschaftsrat hat gemeinsam mit den Sportfreunden Untergiesheim vorgeschlagen die Bewässerung des Sportplatzes über einen Hydranten mit Trinkwasser über die bestehende Bewässerungsanlage zu verbessern. Die Umbauarbeiten würden in Eigenleistung erbracht werden, die Materialkosten sollte die Stadt übernehmen. Der Umbau hätte den Vorteil, dass die Bewässerung beinahe Automatisch laufen würde und sich so Personalkosten einsparen liesen. Derzeitige Situation: Aufgrund der sehr frühen Sperrung der Wasserentnahme aus der Jagst zur Bewässerung des Sportplatzes schon Anfang Juni wurde schon sehr früh mit der Bewässerung des Sportgeländes mit Trinkwasser begonnen. Diese ist sehr personalintensiv aber momentan die beste Lösung. Um bei der Bewässerung der Rasenfläche den möglichst größten Effekt zu erzielen wird soweit möglich nur zu den Nachtzeiten bewässert. Der sehr heiße und trockene Sommer mit sehr wenigen Niederschlägen, hat die Grundwasserneubildung und die Schüttung der Quellen weiter sehr negativ beeinflusst. Ob die Natur mit ausgiebigen Niederschlägen in der nächsten Zeit für einen Ausgleich sorgt, kann nicht vorhergesagt werden. Sollte sich diese Situation nicht nachhaltig ändern und der Fall eintreten, dass sich hier eine Mangellage ergibt, hätte die Wasserversorgung für Mensch und Tier selbstverständlich Vorrang. Dann müsste auf eine Bewässerung der Rasenfläche evtl. verzichtet oder diese stark eingeschränkt werden. Dann wäre die Investition zum Aufbau einer automatischen Beregnung mit Trinkwasser eine Fehlinvestition. Trafostation: Der Neubau einer Trafostation im Baugebiet Rabenäcker wird aktuell vom Betreiber Netze-BW nicht weiterverfolgt. Laut Netze-BW sind die vorhandenen Trafostationen derzeit ausreichend. Kriegerkapelle in der Kressbacherstraße: Die Kriegerkapelle in der Kressbacherstraße ist in die Jahre gekommen und soll nun wieder in einen würdigen Zustand versetzt werden. Diese Kapelle wurde 1875 eingeweiht und wurde 1942 in einen Gedenkort für die Gefallenen der beiden Weltkriege umgewidmet. Wie wichtig solche Gedenkorte für Frieden und Freiheit in der heutigen Zeit sind, kann man jeden Tag in den Nachrichten aus aller Welt erfahren. Die drei Figuren mit dem Kreuz und Altar müssen in einem sehr aufwendigen Verfahren restauriert werden, da bei vorangegangenen Renovierungen nicht die richtigen und notwendigen Verfahren und Maßnahmen angewendet wurden. Z.B. müssen die früher aufgebrachten Farben nun wieder sehr aufwendig entfernt werden, um den ursprünglichen Zustand wieder herstellen zu können. Ebenso liegt eine starke Verschmutzung der Figuren vor. Die vom „Kultur und Heimatverein Untergriesheim e.V. angestoßene Renovierung wird sich in einem Kostenrahmen von mind. 25.000. Euro bewegen. Die Renovierung der Figuren wird vom Restaurator Herrn Roland Wunderlich aus Bad Mergentheim durchgeführt. Die Arbeiten an der Kapelle sollen in Eigenleistung unter fachlicher Anleitung erfolgen. Für die Renovierung der Kriegerkapelle wurde von der „Stiftung Wegzeichen“ ein Zuschuss von 2.700€ bewilligt. Weitere Zuschussanträge bei verschiedenen Stiftungen sollen noch gestellt werden. Um die sehr umfangreiche Renovierung durchführen zu können, sind wir auf Spenden angewiesen und hoffen auf die Bereitschaft diese Renovierung zu unterstützen. Regenrückhaltebecken Amselbrücke: In einem Gespräch mit der Stadtentwässerung wurde noch einmal deutlich gemacht, dass anfallende Regenwasser und das Wasser aus den Drainagen aus den Feldern nicht sofort abgeleitet werden sollte. Sondern eine Restmenge zur Versickerung und Grundwasserneubildung zurückgehalten werden, um die Bildung von Grundwasser zu fördern. Lichtmasten Fußweg: Zur Verbesserung der Ausleuchtung des Fußweges zwischen Vogelsangstraße - Akazienstraße und Sonnenbergstraße werden zwei neue Lichtmasten installiert. Die Stromversorgung der Lampen wird aus Kostengründen über Freileitungen erfolgen. TOP 5. Nahversorgung: Die Nahversorgung ist ein Thema das vielen vor allem ältere Menschen unter den Nägeln brennt. Jahrelang war man auf der Suche nach einem Nahversorger. Viele Anstrengungen wurden unternommen, um wieder eine Nahversorgung aufzubauen. Die Eröffnung einer Filiale durch Firmen aus der näheren und weiteren Umgebung wurden von den angesprochenen Firmen abgelehnt. Die Einrichtung einer Filiale des Franchisegebers „Tante M“ scheiterte ebenfalls aus den verschiedensten Gründen. Eine Containerlösung mir einem externen Betreiber wurde verstärkt ins Auge gefasst - wäre aber sehr kostenintensiv. Nun kam uns der Zufall zur Hilfe. Familie Loshi möchte in der Friedensstraße 13 einen Nahversorgungsladen ähnlich wie Tante M eröffnen. Mit der Stadtverwaltung und Ortschaftsrat wurden Gespräche geführt und Unterstützung in allen Fragen zugesagt, um das Vorhaben zu ermöglichen. Die Eröffnung wird je nach Aufwand und Umfang der Umbauarbeiten Anfang 2027 stattfinden. TOP 6. Verschiedenes: Zu diesem Tagesordnungspunkt gab es keine Wortmeldungen. Die Öffentliche Sitzung wurde um 20:15 Uhr beendet. Michael Mandel Ortsvorsteher |